Quelle: Bürgerverein Anrath e.V. | www.buergerverein-anrath.de | Stand: 14. Jan. 2016

Chronik

Berichte über Aktuelles in Anrath und Aktivitäten des Bürgervereins

23. Februar 2014

En Anroeth wödd jeschunkelt!

Im voll besetzten Saal bei Schmitz-Mönk „woard enn Anroeth jeschunkelt“. Der Bürgerverein Anrath hatte wie alljährlich am Sonntag vor Karneval zu einem kurzweiligen Mundartnachmittag geladen. Die Vorsitzende Karla Meiendresch begrüßte hoch erfreut die zahlreichen Besucher, natürlich op Platt, und die Leddschesweäver sangen fetzig ihre hausgemachten, nicht hausbackenen Lieder, die von Dr. Christoph Carlhoff auf der Gitarre begleitet wurden. Dazu war zu erfahren: Auch versierte Sänger haben schon einmal Lampenfieber.

Der kürzlich verstorbene Mundartfreund Hans Stienen hatte für genau diesen Tag ein Gedicht verfasst, das nun Annemarie Rüther und Friedel Kluth im Wechsel vortrugen: „Anroeth wödd schön!“ Es beschreibt den nun fast fertigen Anrather Ortskern, an dem jeder seine wahre Freude haben kann.

Ob Marlies Schmitz mit Tochter Andrea oder Elisabeth Peters mit Tochter Sonja, alle vier hatten mit ihren Sketchen wieder einmal die Lacher auf ihrer Seite. Vorträge von Irmgard Hüpperling, Hans Engels und Frieder Nöhles, die Texte niederrheinischer Mundartdichter vortrugen, erfreuten das Publikum, und ließ so manchen ob der treffenden Darstellungen schmunzeln. Berta und Innozenz beim Zahnarzt wurden gekonnt von Dorle und Christoph Carlhoff in schwäbischer Mundart in Szene gesetzt: Erstaunlich, wie viel Angst ein Mann vorm Zahnarzt haben kann! Um dem diesjährigen Anrather Jubiläum „600 Jahre Marktrechte“ Rechnung zu tragen, hatten Christa Nußbaum und Marlies Pasch einen Dialog auf die Beine gestellt, der eine Zeitreise eben durch diese 600 Jahre Markt, nebst Geschichte dem Publikum ins Gedächtnis rief, nicht ganz ohne Seitenhiebe auf den einen oder anderen Zeitgenossen.

Zur Freude aller traten auch wieder die Kinder der Mundart-AG der Albert-Schweitzer-Schule mit ihrer Lehrerin Ruth Fehrholz auf. Erfreulich, wie perfekt die Kinder im Laufe der Jahre Anrather Mundart erlernt haben. So stirbt Mundart nicht aus!

„Mundart ist die Sprache des Herzens“, meint Friedel Kluth, der Organisator dieses Nachmittags, der dieses -sein- Credo mit einem Mundartgedicht für seine Frau Ria unter Beweis stellte. Sein nachdenkliches und ein wenig wehmütiges Gedicht über „die ahl Scholl“, die Alleeschule, rundete den gelungenen Nachmittag ab. Ein lang anhaltender Applaus ist und war das Brot für die Akteure!

Marlies Pasch