Quelle: Bürgerverein Anrath e.V. | www.buergerverein-anrath.de | Stand: 14. Jan. 2016

Chronik

Berichte über Aktuelles in Anrath und Aktivitäten des Bürgervereins

03. Februar 2013

En Anroeth wödd jeschunkelt

So hieß es beim Mundartnachmittag des Anrather Bürgervereins am 03. Februar 2013 im voll besetzten Saal von Schmitz-Mönk. Hauptverantwortlich waren wie immer die Liedergruppe „Leddschesweäver“ und der „Mundart-Kreis“.

Bei Kaffee und Gebäck und mit Liedern, Gedichten und Sketchen wurden die zum Teil verkleideten Gäste bestens unterhalten. Mundart war wieder einmal großgeschrieben an diesem verregneten Sonntagnachmittag. Lieder und Texte der heimatlichen Mundartdichter kamen beim Publikum gut an, und so prasselte das Brot des Schauspielers auf die Akteure herab: tosender Beifall! Bekannte Vortragende, wie Annemarie Rüther, Ria Kluth, Irmgard Hüpperling, Hans Stienen, Elisabeth Peters und Sonja Küppers, Marlies Schmitz, Andrea und Philipp Reuters, Christa Nußbaum, Dorle und Christoph Carlhoff und nicht zu vergessen ein Gast aus Kempen: Ursula Heinen, begeisterten durch ihre Vorträge. Mit dem Sketch „Eier jelle - Eier telle“ hatten Elisabeth Peters und ihre Tochter Sonja die Lacher auf ihrer Seite. Besonders stimmgewaltig trug Hans-Frieder Nöhles seine Story „Met Musik on Jesang“ vor und verabschiedete sich mit einem kräftigen „Anrath helau“.

Gern gesehene Gäste waren auch in diesem Jahr Kinder der Albert-Schweitzer-Schule, die von vorn herein erklären wollten, was es heißt „richtich fiere“. Unter der Leitung der Lehrerin Ruth Fehrholz hatten sie in ihrer Mundart-AG Gedichte eingeübt, die sie dem Publikum perfekt und mit entsprechender Betonung zum Besten gaben: „Heimat“ und „Fasteloavend“. Dass am Aschermittwoch die tolle Zeit vorbei sein wird und sich alle auf den sehnlichst erwarteten Frühling freuen, bewiesen sie mit dem Lied „Kiek, de Vüejel send all doa“ nach der Melodie „Alle Vögel sind schon da“. Ja, wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen! Man kann nur hoffen und wünschen, dass die Mundart nicht ganz untergehen wird!

Friedel Kluth, der Initiator und unermüdliche Organisator der Anrather Mundartveranstaltungen führte auf seine bewährte, unnachahmliche Art durch das Programm und beendete den Vortragsnachmittag mit seinem gereimten Kolorit „Rentner en Anroeth“; ein Rückblick auf das vergangene Jahr mit Denkanstößen und kleinen - nicht immer ganz ernst gemeinten - Seitenhieben auf die eine oder andere Begebenheit, aber dennoch, ein Quäntchen Wahrheit war nicht zu verleugnen.

Der Kehraus mit dem Lied „Eruut en Joddes schöne Welt“ verabschiedete das Narrenvolk in die Hochzeit des Karnevals. Man freut sich auf mehr im nächsten Jahr!

Marlies Pasch