Quelle: Bürgerverein Anrath e.V. | www.buergerverein-anrath.de | Stand: 10. Jul. 2013

Chronik

Berichte über Aktuelles in Anrath und Aktivitäten des Bürgervereins

28.05.2011

Mit dem Bürgerverein nach Soest

Die weit über 1000-jährige Geschichte, ihre Lage am Kreuzungspunkt zweier großer Handelswege und die damit verbundene Bedeutung als Hansestadt waren dem Bürgerverein Anrath Grund genug, die Stadt Soest in sein Besichtigungsprogramm aufzunehmen.

Am 28.05.2011 machte sich eine 31-köpfige Gruppe unter der Führung von Annemarie Rüther vom Anrather Bahnhof aus auf den Weg in die zwischen Dortmund und Paderborn gelegene Kreisstadt im Regierungsbezirk Arnsberg. Erster Eindruck auf dem Weg vom Soester Bahnhof zum Rathaus: Eine lebendige, blitzsaubere kleine Stadt mit eigenem Flair, dessen Wirkung noch von dem regen Treiben auf dem samstäglichen Wochenmarkt verstärkt wurde.

Vor dem Rathaus nahm uns Frau Jungen, eine der zahlreichen Stadtführer und Stadtführerinnen der Stadt Soest in Empfang. Nach einem kurzen Überblick über den ottonischen Kern der Altstadt mit seinen Bauwerken und Besonderheiten begann der Rundgang und wie immer, wenn der Bürgerverein unterwegs ist, musste man gut zu Fuß und hellwach sein.

Angefangen mit der Bedeutung der Hansestadt im Mittelalter als Handelsplatz für Salz und Produkte aus der Eisenverarbeitung über die zahlreichen, kunstgeschichtlich teilweise bedeutsamen mittelalterlichen Gotteshäuser der Altstadt, den für Soest typischen Grünsandstein, bis hin zu der fast vollständig erhaltenen begehbaren Stadtumwallung hatte Frau Jungen ein unerschöpfliches Repertoire an Informationen bereit, die sie immer wieder mit kleinen Anekdoten auflockerte, z.B. warum Handwerksgesellen, die vorgaben in Soest gelernt und gearbeitet zu haben, nach dem ”Westfälischen Abendmahl” gefragt wurden.

Apropos Abendmahl, so viel Geschichtliches macht natürlich auch hungrig und durstig. Soest hat eine Vielzahl historischer Gasthäuser, die liebevoll in der alten Tradition weitergeführt werden. Da war es unabdingbar, sich nicht nur auf die Geschichte zu konzentrieren, sondern auch die jeweiligen Spezialitäten zu probieren. Soest ist schließlich nicht nur für sein Pumpernickel-Brot bekannt.

Alles in allem hatte die kleine Reisegruppe einen interessanten und erlebnisreichen Tag mit dem Resümee: hier waren wir nicht zum letzten Mal. Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle noch einmal an Annemarie Rüther für die hervorragende Vorbereitung und Betreuung.

Roswitha Brück