Quelle: Bürgerverein Anrath e.V. | www.buergerverein-anrath.de | Stand: 10. Jul. 2013

Chronik

Berichte über Aktivitäten des Bürgervereins

09.05.2010

Enthüllung und Einweihung der Heribert-Statue

Am 9. Mai wurde an der Anrather Kirche die Statue des Hl. Heribert, Stifter der Anrather Pfarre, an der Kirche St. Johannes enthüllt und eingeweiht.






















































aus der Rheinischen Post vom 10.05.2010:

Heribert – der steinerne Erzbischof

Stadt Willich (RP) Als ein Symbol des Friedens bezeichnete Pfarrer Markus Poltermann die kalkssandsteinerne Skulptur, die fortan an den eigentlichen Initiator der derzeitigen 1000-Jahr-Feierlichkeiten von Anrath erinnern soll. Gemeint ist der heilige gesprochene Kölner Erzbischof Heribert, der im Jahre 1010 die Gründung der eigenständigen Anrather Pfarre besiegelt hatte. Auf der Nordseite der katholischen Pfarrkirche wurde gestern vor nahezu 200 Schaulustigen sein steinernes Denkmal enthüllt.


Bei der Einweihung der Skulptur (v.l.): Bürgermeister Josef Heyes, Karla Meiendresch, Vorsitzende des Bürgervereins, Bildhauer Uwe Meints und Landrat Peter Ottmann. foto: Stefan finger

"Reden Sie erst mal, dann komme ich mit dem Wasser", erklärte Poltermann vor der Einsegnung und ließ der Vorsitzenden des Bürgervereins, Karla Meiendresch, den Vortritt. Sie erinnerte an die seinerzeitigen Überlegungen des Bürgervereins, anlässlich des besonderen Jubiläums etwas Besonderes für Anrath schaffen zu wollen. Und dies sollte die Erinnerung an den heiligen Heribert sein, den zweiten Pfarrpatron der katholischen Kirchengemeinde St. Johannes. Konkrete Angaben zu den Kosten machte die Heimatkundlerin nicht; nur soviel: "80 Prozent hat die Sparkassenstiftung Natur und Kultur übernommen, den Rest der Bürgerverein." Etwa ein halbes Jahr hat der Brüggener Bildhauer Uwe Meints (53) an dem 2,40 mal 2,40 Meter großen Kunstwerk gearbeitet. Der Künstler hatte aus Steinblöcken eine dreiteilige Figur geschaffen, wollte damit die weltliche, kirchliche und persönliche Ausrichtung des damaligen Gründers der Benediktiner-Abtei in Köln-Deutz wiedergeben. Der heilige Heribert liegt quasi zwischen den Wolken, die aber genau so gut Wellen und somit Anstöße seine uneigennützigen Lebens symbolisieren können. Er hat die Augen geschlossen, Uwe Meints: "Ich wollte die Kraft seines Inneren deutlich machen." Der in Stein gehauene Erzbischof gibt sich aktiv und passiv zugleich: er macht etwas und hält etwas aus.

Obwohl Heribert auch als Patron des Regens bezeichnet wird, schien bei der Einweihung die Sonne. Strahlend über die Entscheidung und das Engagement des Bürgervereins war auch Bürgermeister Josef Heyes. Bislang fand man den zweiten Schutzpatron nur als einen so genannten "Säulenheiligen" in der Pfarrkirche. Heyes: "Jetzt haben Sie ihn nach draußen geholt und damit seinen großen Wirkungskreis noch stärker sichtbar gemacht."




aus der Westdeutschen Zeitung vom 10.05.2010:

Heiliger Heribert im Sturm des Lebens

Kunst Vor der Anrather Pfarrkirche wurde die Skulptur des Regen-Heiligen eingeweiht.


Großer Bahnhof für den frisch eingeweihten Heiligen Heribert

Anrath. "Etwas Bleibendes sollte an dieses Festjahr erinnern": Karla Meiendresch, Vorsitzende des Bürgervereins Anrath, gab gestern im Schatten der Anrather Pfarrkirche vor rund 200 Menschen zu verstehen, dass das Denkmal von Anfang an gewollt gewesen sei. Jetzt wurde es enthüllt und geweiht. Künstler Uwe Meints (53) hatte sich in den vergangenen sechs Monaten nichts anderem gewidmet.

Der Heilige Heribert aus belgischem Kalkstein ist 2,40 Meter hoch und ebenso breit und wurde an der Nordseite der Kirche aufgestellt. Drei Entwürfe hatte Uwe Meints dem Bürgerverein vorgelegt. Umgesetzt hat er den dreiteiligen Entwurf, der zusammen eine Einheit ergibt.

Der Brüggener Künstler, Schüler des Bildhauers Hans Maas aus Krefeld-Linn, stellt Heribert liegend dar, die Augen halb geschlossen als Zeichen der Konzentration. Die Dreiteilung dokumentiert drei Facetten des Heiligen Heribert: Die weltliche, die persönliche und die private Ausrichtung. Bischofsmütze und Pfarrkirche sind Motive, die auf seinen Werdegang verweisen. Die Rückseite der Figur ist voller Informationen über einen Mann, der die Gründung der Anrather Pfarre im Jahr 1010 initiiert hatte.

Die Feierstunde fand bei strahlendem Sonnenschein statt und das, obwohl Heribert der Patron des Regens ist. Peter Ottmann, Landrat sowie Vorsitzender der Sparkassenstiftung "Natur und Kultur", die das Projekt finanziert hat, interpretierte das Kuunstwerk so: "Der Heilige Heribert wirkt angespannt, er steht im Sturm des Lebens."

Uwe Meints hat ihn bewußt menschlich dargestellt. Der Künstler, der beispielsweise auch die Bronzeskulptur "Der Blinde und der Lahme" hinter der Dülkener Pfarrkirche geschaffen hat, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein. Bürgermeister Josef Heyes erinnerte daran, daß bis ins späte 16. Jahrhundert hinein auch Schiefbahner nach Anrath in die Kirche gekommen seien. Heribert sei "ein weiser Mann gewesen, der die kommunale Neugliederung schon vorausgedacht hatte", gab er mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Nach der Enthüllung setzte spontan Applaus ein. Pastor Poltermann segnete das Triptychon ein.