Quelle: Bürgerverein Anrath e.V. | www.buergerverein-anrath.de | Stand: 10. Jul. 2013

17.04.2010

Ortsführung "Anrather Strassennamen"

Im Rahmen der Feierlichkeiten zur Jahrtausendfeier bietet der Bürgerverein zahlreiche Führungen durch Anrath zu verschiedenen Themen an. Zur Ortsführung mit dem Thema "Straßennamen Anrather Persönlichkeiten" fanden sich am Samstag 17. April 15 Teilnehmer ein. Die sehr interessierte Gruppe war doch ziemlich erstaunt, dass in Anrath auf 22 fast ausschließlich Anrather Persönlichkeiten z.B. Ehrenbürger, Geistliche, Kunstmaler durch Straßenbenennung hingewiesen wird.













aus der Westdeutschen Zeitung vom 20.04.2010:

Vom Bischof zum Fußballstar

Eine Ortsführung gab es zu historischen Anrather Persönlichkeiten

Anrath. "Straßennamen sind ein Spiegelbild der Gemeinde": Bei der Führung von Karla Meiendresch, Vorsitzende des Anrather Bürgervereins, drehte sich alles um verdiente beziehungsweise berühmte Persönlichkeiten, die in irgendeiner Beziehung zu dem 1000 Jahre alten Ort standen.

"Ohne ihn hätte es die Jubiläumsfeierlichkeiten jetzt nicht gegeben", erklärte Karla Meiendresch. Sie meinte Erzbischof Heribert, der Anrath zur eigenen Pfarre erhoben hatte. Auch nach Karl Gierlich wurde eine Straße benannt. Er war von Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts Bürgermeister. Sein Elternhaus an der Berliner/Ecke Viersener Straße wurde 1926 zum ersten Altenheim.

Lambert Doomer, nach dem ebenfalls eine Straße benannt wurde, lebte im 17. Jahrhundert und war ein Schüler Rembrandts. Ein Ballkünstler: Albert Brülls war erfolgreicher Fußball-Profi, kickte i den 60er Jahren auch ind er deutschen Nationalmannschaft.

Ein gutes Dutzend Zuhörer hörten Karla Meiendresch zu

Weiter ging's zur Pastor-Schönenberg-Straße. Die gut ein Dutzend starke Gruppe erfuhr, dass er vor 100 Jahren als damaliger Pastor den Neubau der Pfarrkirche zu Ende führte. Kornelius Feyen war Lehrer in Anrath, förderte den Chorgesang und das Theaterspiel und war ein begabter Maler. Karla Meiendresch erzählte, dass zu eriner Ausstellung seiner Bilder weder der Bürgermeister, noch sein Stellvertreter gekommen waren. Erst später wurde der Grund bekannt: Sie hielten feyen für einen Nazi.

Die Straßennamen verraten viel von der Geschichte eines Ortes - das machte Karla Meiendresch am Beispiel von Karl Echternacht (1867 bis 1955) deutlich: "Er wurde 1904 erster evangelischer Pfarrer." Nach dem Bau des Gefängnisses seien preußische Bedienstete gekommen - evangelische Christen. 1910 bekamen sie ihre eigene Kirche.