Anrather Vereine stellen sich vor:

Kirchbauverein St. Johannes Baptist Anrath e.V.

Der Kirchbauverein St. Johannes Baptist Anrath e.V. wurde im Jahre 2006 gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist als weithin sichtbares Wahrzeichen und zugleich größtes denkmalgeschütztes Gebäude Anraths sowie die historische Kapelle in Vennheide zu renovieren und damit für die Zukunft zu erhalten. Die Kirche ist ein weithin sichtbares Zeichen und Mittelpunkt des Ortes.

Das einzigartige neugotische Bauwerk der Pfarrkirche wurde 1898 zum großen Teil nur durch Spenden der Anrather Bevölkerung errichtet. Die Baugeschichte, ihre Außen- und Innenraumgestaltung und ihre imposante Größe erzählen von den kulturellen Leistungen der Menschen vergangener Jahrhunderte und vom christlichen Glauben.

Diesem bedeutsamen Erbe wissen sich viele Anrather Bürgerinnen und Bürger verpflichtet.

Doch über 100 Jahre sind nicht spurlos an dem historischen Gebäude vorbeigegangen, so daß viele Baustellen dringend in Angriff genommen werden müssen. Durch den massiven Rückgang der Zuweisungen aus Kirchensteuermitteln ist der langfristige Erhalt des Gebäudes heutzutage jedoch nur noch mittels Spenden zu realisieren.

Weitere Informationen unter www.kirchbauverein-anrath.de



aus der Rheinischen Post vom 18.01.2010:

Für Kirchenanstrich sammeln


Klaus Fothen (l) und Ulrich Bons vom Kirchbauverein St.Johannes stehen vor einem weiteren künftigen Projekt des Vereins. Er möchte den abgebauten Hochaltar wieder in seinen einstigen Proportionen herstellen. RP-Foto: Kaiser

Stadt Willich (RP) Ein Jahr will der Kirchbauverein St.Johannes Anrath nun Geld sammeln, um dann weitere Projekte umzusetzen: den Anstrich und die Fenstererneuerung an der Orgel. Auch will er den Hochaltar wieder herstellen.

"So könnte es in der gesamten Kirche aussehen", sagen Ulrich Bons und Klaus Fothen vom Kirchbauverein und zeigen auf die neu gestrichene Kreuzwegkapelle der Anrather St.Johannes-KircheKerzenruß hatte sich nicht nur dort festgesetzt. An vielen Stellen der 1898 errichteten Kirche ist an den Wänden nicht mehr weiß sondern grau die hervorstechende Farbe. "Es wäre optimal, wenn wir in den Jahren 2011 oder 2012 der Kirche einen neuen Anstrich verpassen könnten", meint der Förderverein, der jetzt jetzt erst einmal eine entsprechende Überzeugungsarbeit leisten möchte.

Kosten von bis zu 300 000 Euro

Vor allem muss er auf die Suche nach Förder- und Sponsorengelder gehen. "Alleine die Gerüstkosten dürften bei einem Vollanstrich etwa 250 000 Euro betragen", sagt Ulrich Bons, der die Gesamtkosten auf annähernd 300 000 Euro beziffert. Natürlich hofft der Verein, dass zu gegebener Zeit das Bistum Auchen einen 60-prozentigen Zuschuss für die substanzerhaltenden Maßnahmen gibt.

Als nächstes Projekt hat sich der von Alexander Poscher angeführte Kirchbauverein allerdings die beiden Fensterabschnitte auf der Nordseite der Kirche an und hinter der Orgel ausgeguckt. "Vor allem das rechte Fenster aus dem Jahre 1898 weist starke Schäden auf", sagt Bons. Man könnte, so meint er, die beiden Fenster tauschen und das moderne 1973 erbaute Fenster auslagern. Und wenn man einmal am Giebel arbeite, ließe sich vielleicht das in den 50er Jahren entfernte steinerne Giebelkreuz wieder anbringen. Da bei den Arbeiten das Hauptwerk der Orgel ebenfalls ausgebaut werden müsse, könne man in einem auch gleich die Orgel reinigen. Auch zu diesen Maßnahmen will der Verein jetzt erst einmal Kostenvoranschläge einholen und mit den Denkmalpflegern sprechen.

Es gibt also noch auch nach dem Jahr des tausendjährigen Bestehens von Anrath jede Menge zu tun. Und da ist noch etwas, bei dem der Verein auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen ist. "Wir möchten den Hochaltar, so wie er einmal war, zumindest in den früheren Ausmaßen wieder darstellen", sagen Ulrich Bons und Klaus Fothen und erinnern an den rigorosen Abbau des Altars in Zeiten der Reformen und Erneuerungen der katholischen Kirche in den 60er Jahren, Bons sagt: "Der Altar ist regelrecht verstümmelt worden." Der Verein sucht erst einmal alte Fotos, die den ursprünglichen Altar zeigen. Wer Fotos hat, soll sich mit Pastor Markus Poltermann oder mit dem Kirchbauverein in Verbindung setzen. Ulrich Bons. "Wie wollen den Altar nicht rekonstruieren, sondern die einstigen Proportionen wieder herstellen."